Im September 2014 unternahmen Laurent und drei Freunde, zwei Paare, einen Motorrad-Roadtrip durch die USA: eine 27-tägige Rundreise ab Los Angeles auf zwei Harley-Davidson Electra mit insgesamt 9.300 Kilometern laut seinem Bericht. Die auf einer großen Karte des Westens eingezeichnete Route erinnerte an die Silhouette eines bekannten Comic-Hundes. So erhielt die Reise den Namen „Milou aux USA“; die zugehörige Seite existiert inzwischen nicht mehr. Laurent erzählt von der Vorbereitung, eindrucksvollen Straßen und den Herausforderungen einer schweren, beladenen Tourenmaschine.
Die erste Etappe: das Roadbook vorbereiten
Laurent wollte alles selbst organisieren. „Ich bin ein hartnäckiger Rechercheur“, erklärt er. Gemeinsam mit einem Freund stellte er das Roadbook „zu vier Händen“ zusammen. So begann die Reise für ihn bereits sechs Monate vor der Abfahrt: Straßen vergleichen, Etappen planen und sich die Fahrt vorstellen.
Was ihm fehlte? „Vielleicht ein Experte, der sich mein Roadbook anschaut und sagt: Achtung, wenn du dort vorbeikommst, lass dir das nicht entgehen.“ Gerade bei einer langen Route mit 27 Tagen ohne Pause zählen neben der Streckenwahl auch Reiserhythmus und Ermüdung.
Die genannten Stationen der Reise
Yosemite – Lake Tahoe – Salt Lake City – Yellowstone – Devils Tower – Mount Rushmore und Custer Park – Rocky Mountains in Colorado – Frisco – Durango – Monument Valley – Arches – Canyonlands – Goosenecks – Kanab – Boulder City – Kingman – Palm Springs – Los Angeles.
„Motorradfahren ist für mich eine echte Droge. Und diese weiten Landschaften laden dazu ein, zu fahren, zu fahren und immer weiterzufahren.“
Ein Planungstipp von Planet Ride
Bei einer langen Motorradreise durch die USA sollte der Zeitplan Spielraum lassen. Zu den Kilometern auf der Karte kommen Tankstopps, Trinkpausen, Aussichtspunkte und langsamere Abschnitte in Parks und Ortschaften. Eine realistisch geplante Etappe lässt am Tagesende noch Kraftreserven.
Straßen in den USA, die in Erinnerung bleiben
Laurents intensivste Erinnerung gilt dem Trail of the Ancients und besonders dem Moki Dugway: einem drei Meilen langen Anstieg ohne Asphalt. „Mit einer BMW GS wäre mir diese Passage wahrscheinlich nicht in Erinnerung geblieben. Aber mit einer Harley Electra, zu zweit und mit vollem Gepäck … ich versichere Ihnen, das vergisst man nicht.“
Er beschreibt eine Strecke, die „steil bergauf geht“, und eine kaum erkennbare Straße. Besonders angespannt machte ihn das Gefühl, dass es „unmöglich war anzuhalten. Meine größte Angst, abgesehen von einem Sturz, war, den Motor abzuwürgen.“ Das Gewicht und die Trägheit einer schweren Tourenmaschine verändern das Fahrerlebnis auf solchen Abschnitten. Dies ist eine persönliche Erinnerung, keine Streckenempfehlung.
Hinweis von Planet Ride: Mehr über eine andere legendäre Straße Amerikas erfahren Sie in unserem Artikel zur Geschichte der Route 66.
San Francisco: Nervenkitzel an steilen Straßen
Eine andere Szene spielt in San Francisco, zu zweit auf dem Weg zur Lombard Street. Laurent folgt einem Auto und erreicht das Ende einer sehr steilen Straße. Er spricht von „30 % Steigung“ und erinnert sich vor allem daran, wie klein die ebene Fläche am Stoppschild war. Er muss am Hang anhalten und die Maschine mit den Bremsen halten, doch sie beginnt rückwärts zu rutschen.
„Ich habe meiner Frau zugerufen: Steig ab! Spring vom Motorrad!“ Schließlich fährt das Auto weiter. Laurent beansprucht die Kupplung stark und erreicht die ebene Kreuzung. Die Situation zeigt, dass auf einer schweren, beladenen Maschine nicht nur Geschwindigkeit eine Rolle spielt, sondern auch Gleichgewicht, Drehmoment und unerwartete Situationen bei langsamer Fahrt.
Das Motorrad als Anlass für Begegnungen
Für Laurent sind die schönsten Reiseerinnerungen nicht nur Landschaften, sondern auch Begegnungen. „Das Motorrad weckt Neugier und bringt Menschen zusammen.“ An der Tankstelle kommt man ins Gespräch, vergleicht Routen und tauscht Adressen aus.
Zum Zeitpunkt dieses Berichts denkt er bereits über weitere Reisen nach: die historische RN7 in Frankreich, Südafrika, einige Touren in Europa und vor allem die Route 40 in Argentinien.
Eine eigene Motorradreise durch den amerikanischen Westen planen
Laurents Bericht schildert seine selbst organisierte Reise. Die folgenden aktuellen Planet-Ride-Angebote sind andere Routen und bilden seine 27-tägige Rundreise nicht nach.
- Für Yellowstone und die Rocky Mountains: die Motorradreise von Yellowstone zu den großen Nationalparks des Nordens.
- Für eine Reise durch den amerikanischen Westen: die Motorradreise zu den Perlen des amerikanischen Westens.
Vergleichen Sie die Programme und besprechen Sie mit unserem Expertenteam den Reiserhythmus, das Motorrad und die gewünschte Begleitung, bevor Sie ein Angebot anfordern.
Kurze FAQ zur Reiseplanung
Welcher Rhythmus passt zu einem fast einmonatigen USA-Roadtrip?
27 Tage und 9.300 Kilometer entsprechen einer hohen durchschnittlichen Tagesdistanz. Planen Sie kürzere Etappen für Parks und Bergregionen sowie Reserven für Erholung ein.
Eignet sich eine Harley Electra für unbefestigte Abschnitte?
Laurents Erlebnis ist keine allgemeine Empfehlung. Lassen Sie die geplante Route und die aktuellen Bedingungen von einem Fachkundigen prüfen und klären Sie mit dem Vermieter, ob die betreffenden Straßen mit dem gemieteten Motorrad befahren werden dürfen. Wählen Sie eine zum Motorrad, zur Beladung und zu Ihrer Erfahrung passende Strecke.
Welcher logistische Aufwand wird am häufigsten unterschätzt?
Die Summe der kleinen Unterbrechungen: Tanken, Wasserpausen, Erholung, Ortsdurchfahrten und touristische Bereiche. Sie kann einen zu ehrgeizigen Tagesplan schnell verändern.
Was vor einer heutigen Reise zu prüfen ist
Dieser historische Bericht bleibt eine Inspirationsquelle für eine lange Motorradreise durch den amerikanischen Westen. Straßen- und Parkzugänge, Baustellen, örtliche Beschränkungen und Mietbedingungen können sich jedoch ändern und sollten bei der konkreten Planung überprüft werden.