USA mit dem Motorrad: Interview mit François

Veroeffentlicht am 29. Juli 2019

USA mit dem Motorrad: Interview mit François

Interview vom 29. Juli 2019. François stellte damals seine Tätigkeit als USA-Spezialist bei Planet Ride vor. Er gab Tipps zur Wahl einer Motorradreise, von der Route 66 bis zur Westküste. Seine Antworten werden im historischen Kontext wiedergegeben. Ergänzungen der Redaktion sind gesondert gekennzeichnet.

François im Gespräch

Hallo François, kannst du dich kurz vorstellen?

Ich heiße François. Seit drei Jahren betreue ich bei Planet Ride das Reiseziel USA. Ich begleite die Rider vom ersten Gespräch bis zur Ausarbeitung der Route und arbeite dabei direkt mit unseren lokalen Experten zusammen. Meine Aufgabe: zuhören, den Rahmen festlegen, die Etappen anpassen und die Vorbereitung absichern, damit der Roadtrip ein Erlebnis bleibt und keine logistische Herausforderung wird.

Was macht dich zum USA-Experten?

Eine langjährige Begeisterung für dieses Land, internationale Studien und vor allem die tägliche Beschäftigung mit Roadtrips bei Planet Ride. Ich habe praktische Kenntnisse über die wichtigsten Routen, Jahreszeiten und örtlichen Gepflogenheiten aufgebaut. Wenn ich dieses Wissen mit den Rückmeldungen unserer Experten und Rider verbinde, kann ich passende Reiserouten vorschlagen.

Die Weite erleben, mit einem passenden Rhythmus

Welche Reiseziele sollte man in den USA unbedingt entdecken?

Die Route 66 mit dem Motorrad bleibt ein lebendiger Mythos. Innerhalb weniger Tage durchquert man ganz unterschiedliche Bundesstaaten und Landschaften. Die Stopps sind dabei genauso wichtig wie die Kilometer. Im amerikanischen Westen gibt es viele Möglichkeiten, die sich ergänzen:

  • Der Pacific Coast Highway von San Francisco nach San Diego: Klippen, Kurven und Küstenorte. Um die Strecke ohne Zeitdruck zu genießen, empfehle ich je nach Rhythmus und Stopps drei bis fünf Tage.
  • Die Bergstraßen zum Yosemite und in die Sierra Nevada: kurvenreich und aussichtsreich, je nach Schneelage teilweise zwischen Ende Oktober und Mai gesperrt.
  • Die großen Parks, etwa rund um den Grand Canyon, mit einer Mischung aus Panoramastraßen und zügiger befahrbaren Abschnitten, damit Kraft und Sicherheitsreserven bleiben.

Im Osten verbinden Roadtrips von Washington bis New Orleans Geschichte, Musik und Gastronomie. Bike Weeks prägen den Veranstaltungskalender: Daytona im März und Sturgis im August ziehen Tausende Motorräder an und sorgen weiträumig für ausgebuchte Unterkünfte. Das ist eine andere, gemeinschaftlichere Art, die Straße zu erleben, die jedoch frühzeitige Planung erfordert.

Die passende Reise wählen

Wie wählt man seine Route in den USA?

Am einfachsten schaut man sich zunächst unsere Reiseseiten an und fragt dann kostenlos ein Angebot an. Anschließend rufe ich den Rider an, um Fahrerfahrung, Fahrstil, Jahreszeit und den Wunsch nach Begleitung zu besprechen. Wir planen gemeinsam. Zur Inspiration empfehle ich auch unsere Erfahrungsberichte zu den USA.

Meine konkreten Orientierungspunkte für die Vorbereitung einer Motorradreise durch die USA:

  • Terminplanung: Das Motorrad sechs bis neun Monate vor dem Sommer oder rund um die Bike Weeks reservieren. Außerhalb besonders gefragter Zeiten reichen oft drei bis sechs Monate.
  • Rhythmus: Auf Panoramastraßen vier bis sechs Stunden Fahrt pro Tag und zwei bis drei richtige Stopps vorsehen. Auf Interstates kommt man weiter, verliert aber an Fahrgenuss.
  • Logistik: Auf Wüstenabschnitten eine Kraftstoffreserve einplanen und Wasser sowie Snacks mitnehmen. Hitze und Wind im Westen können ermüden.
  • Navigation: Offlinekarten und eine eSIM oder lokale SIM-Karte für Daten. Immer auch ohne Netz zurechtkommen können.
  • Versicherung: Haftpflicht, Selbstbeteiligungsreduzierung sowie Regelungen zu Reifen und unbefestigten Wegen beim Vermieter prüfen.
  • Führerschein: Nationaler Führerschein in lateinischer Schrift und je nach Vermieter beziehungsweise Bundesstaat ein internationaler Führerschein. Vor der Abreise bestätigen lassen.

Wenn die Route 66 mit dem Motorrad Ihr Traum ist, planen wir häufig zwölf bis fünfzehn Tage, um realistische Etappen, bekannte Stopps und Erholung zu verbinden. Ein guter Kompromiss, um die „Mother Road“ zu erleben, ohne sich zu überfordern.

Ergänzung von Planet Ride: Vergleichen Sie unsere Motorradreisen in den USA und prüfen Sie die aktuellen Reiseverläufe und Leistungen, bevor Sie ein Angebot anfragen.

Ein Lieblingsort?

Welcher ist dein Lieblingsort in den USA?

San Francisco und die Westküste. Ich mag aussichtsreiche Routen, auf denen jeder Stopp zählt. Ein Aussichtspunkt folgt auf den nächsten, die Straße verändert sich, Buchten, Wälder und Klippen wechseln sich ab. Wechselhaftes Wetter und wunderschönes Licht sorgen für erfüllte, aber gut dosierte Tage. Ideal für einen Roadtrip im passenden Rhythmus, bei dem abends noch Energie bleibt.

Ein Rat, der eine Reise verändert

Was empfiehlst du Ridern, die in die USA reisen möchten?

Früh anfangen. Ein Roadtrip durch die USA ist oft ein Lebenstraum. Man bereitet ihn mindestens ein gutes Jahr im Voraus vor, besonders bei einer Gruppenreise. Danach sollte die Qualität der Betreuung wichtiger sein als die Jagd nach dem billigsten Angebot. Ein Praxistipp von Planet Ride: auf den schönsten Straßen durchschnittlich 250 bis 350 Kilometer pro Etappe und alle drei bis vier Tage einen kürzeren Tag einplanen. Das bringt mehr Sicherheit, Genuss und Erinnerungen. Für eine wirklich maßgeschneiderte Motorradreise durch die USA sprechen Sie mit uns zuerst über Ihren Rhythmus und dann über Kilometer.

Ergänzung der Planet-Ride-Redaktion: die Reise vorbereiten

Die Hinweise des Interviews ersetzen nicht die aktuellen Buchungsbedingungen. Prüfen Sie erforderliche Dokumente, Verfügbarkeiten und Straßenzugänge für Ihre Reisedaten.

Häufige Fragen

Braucht man einen internationalen Führerschein? Ein nationaler Führerschein in lateinischer Schrift kann je nach Bundesstaat und Vermieter ausreichen. Viele verlangen jedoch einen internationalen Führerschein. Prüfen Sie die Mietbedingungen immer vor der Buchung.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Motorrad-Roadtrip in den USA? Frühling und Herbst eignen sich für den amerikanischen Westen, wenn die Hitze erträglicher ist. Bergstraßen können zu Saisonbeginn noch gesperrt sein. Die Pazifikküste lässt sich fast das ganze Jahr bereisen, allerdings mit unterschiedlichen Mikroklimata und Nebel.

Welches Budget braucht man für die Route 66 mit dem Motorrad? Es hängt von Dauer, Motorradtyp, Unterkunftsniveau und Jahreszeit ab. Veranstaltungen wie Daytona oder Sturgis und die Sommermonate erhöhen die Preise. Frühzeitige Planung hilft, die Kosten besser einzuschätzen.

Unser Ratgeber zu Preisen und Budget einer USA-Motorradreise erläutert die wichtigsten Kostenpunkte. Er behandelt Reisen und nicht nur die reine Motorradmiete.

Vor der Abreise

Wichtig bleiben die Vielfalt der Routen und die frühzeitige Planung von Motorrädern, Unterkünften und Nationalparks. Prüfen Sie Mietbedingungen, Versicherungen, Kaution, saisonale Straßensperrungen sowie Reservierungspflichten für stark nachgefragte Orte und Veranstaltungen.

Aktuelle Reisen: die Auswahl von Planet Ride

Diese Angebote stellt die Redaktion unabhängig von François’ historischen Antworten vor. Reiseverläufe, Termine, Preise und Leistungen finden Sie auf den jeweiligen Reiseseiten.

Auf der Route 66 unterwegs

Entdecken Sie den Reiseverlauf der geführten Tour auf der legendären Route 66.

Den amerikanischen Westen entdecken

Wenn Sie die Landschaften und Parks des Westens erleben möchten, sehen Sie sich den Reiseverlauf der Perlen des amerikanischen Westens an.

Sammlungen: Article united-states
Ratenzahlung ohne Gebuhren
Ein Team mit Sitz in Frankreich
Reisen versichert durch unseren Partner Gritchen
Akteur fur nachhaltigen Tourismus
Newsletter

Verpassen Sie nie die nächsten Daten in Ihrer Region

Bitte geben Sie eine gueltige E-Mail-Adresse ein.
Ich stimme zu um Neuigkeiten und Werbeaktionen von Planet Ride zu erhalten